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Brunnenpumpen – Datenblätter und Beschreibungen lesen und verstehen.

Die Eigenschaften von Brunnenpumpen/Hauswasserwerken sind in den dazugehörigen Datenblättern und Produktbeschreibungen enthalten.

Diese nun widerum können ganz unterschiedlich ausfallen. Manchmal ganz knapp und dazu noch mit teilweise unverständlichen Pictogrammen anstatt vernünftiger Erklärungen versehen oder schlimmer noch, miserabel aus dem Chinesischen übersetzt.

Andere dagegen sind sehr umfangreich und mit technischen Begriffen und Wörtern gespickt. Der Brunnenneuling tut sich dann gelegentlich schwer, zu entscheiden, welche Informationen für ihn wichtig sind, um die richtige Kaufentscheidung treffen zu können.

Die drei wichtigsten Kenngrößen von Tiefbrunnenpumpen sind :

  • Durchmesser der Brunnenpumpe (Pumpenkörper)
  • Erreichbarer Maximaldruck
  • Maximale Fördermenge

Grundforderung an Brunnenpumpen

Um vergleichbare Verhältnisse bei der Versorgung einer Gartenbewässerungsanlage durch einen Brunnen zu erreichen, wie sie die normale Hauswasserversorgung bietet, sollte die Pumpe etwa einen Maximaldruck von 6-6,5 bar und eine maximale Fördermenge von 6000 Liter/h liefern können.

Unterschiedliche Pumpendurchmesser

Der Pumpendurchmesser richtet sich nach dem Durchmesser der Brunnenbohrung, bzw dem Innendurchmesser des verwendeten Brunnenrohres.

Die für den Do-it-yourself-Brunnenbohrer gebräuchlichsten Brunnenrohre haben einen Innendurchmesser von 79, 102, oder 114 Millimeter. Die DIN Bezeichnung der Rohre lautet  DN 80, DN 100 oder DN 115.

Die Tiefbrunnenpumpen wiederum tragen die grobe Durchmesserbezeichnung als Zoll Angabe. Die gebräuchlichsten Größen sind 3 Zoll für das DN 80 Rohr und 4 Zoll für die beiden Größen DN 100 und DN 115.

Wenn irgend möglich solltest Du gleich die größeren Rohre verwenden, also DN 100 = 4 Zoll oder DN 115 = 4,5 Zoll. Dann hast Du nämlich auch die Wahl zwischen 3 und 4 Zoll Pumpen.

Umgekehrt passt natürlich eine 4 Zoll Brunnenpumpe nicht in ein DN 80 Rohr.

Hast Du aber schon ein DN 80 Rohr verwendet, musst Du dich halt notgedrungen mit der kleineren und in den allermeisten Fällen teueren 3 Zoll Tiefbrunnenpumpe begnügen.

Das ist in aller Regel mit einigen Nachteilen verbunden, warum erkläre ich noch später.

Es gibt Tiefbrunnenpumpen mit einem Außendurchmesser von 94 bis 98 mm die jedoch allesamt als 4 Zoll Pumpen deklariert sind. Bei 94 mm hast Du vermutlich keine Probleme mit einem DN 100 Brunnenrohr.

Bei einer Pumpe mit 98 mm dagegen schon eher. Kaum ein Brunnenrohr verläuft ganz gerade in die Tiefe und deshalb ist die Gefahr dass eine 98 mm Pumpe im Rohr klemmt, schon recht groß.

Es besteht auch die  Möglichkeit, dass das Stromkabel, welches meist aus dem unten sitzenden Motorteil kommend am Pumpengehäuse vorbeigeführt wird, bei der Durchmesserangabe nicht berücksichtigt ist. Dann wird es wohl zwangsläufig zum Einklemmen der Pumpe im Brunnenrohr kommen.

Das ist der Hauptgrund weshalb ich  die Verwendung der größeren DN 115 Rohre empfehle. Dann bist Du ganz auf der sicheren Seite.

Die maximale Fördermenge von Brunnenpumpen

Die maximale Fördermenge, manchmal Volumenstrom genannt, ist eine theoretische Größe, welche nur unter allerbesten Bedingungen erreicht werden kann und zwar nur unmittelbar am Ausgangsstutzen der Pumpe ohne jede Querschnittsverengung oder Biegung.

Dieser Volumenstrom verhält sich relativ zur maximalen Förderhöhe. Das bedeutet dass er bis zur Erreichung der maximalen Förderhöhe immer weniger wird und dort am höchsten Punkt gleich Null ist.

Wenn die Brunnenpumpe also in 10 Meter Tiefe hängt beträgt der Volumenstrom/Wassermenge am Wasserhahn in einer Höhe von 1 Meter über der Erde schon wesentlich weniger, weil der Entnahmeort ja 11 Meter oberhalb des Messpunktes der Brunnenpumpe liegt

Wieviel weniger geht aus der Pumpenkennlinie, einer Grafik  hervor, die jeder Brunnenpumpe beiliegen muss. Jedenfalls dann, wenn der Anbieter ein Fachhändler mit den dementsprechenden technischen Kenntnissen und korrektem Verhalten ist.

Fehlt diese Pumpenkennlie, aus der sich alle wichtigen Kenndaten dieser  Pumpe ergeben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich bei dem Anbieter nicht um einen wirklichen Fachhändler handelt, sondern eher um einen Kistenschieber, der in seinem Onlineshop vom Klopapier  bis zur Haarbürste alles vertreibt, ohne von besonderer Fachkenntnis belastet zu sein.

Noch ein Tipp: Falls Du die Pumpe über Amazon bestellen willst, findest Du in der Anzeige auch den Anbieter . Wenn Du diesen anklickst, kannst Du dessen gesamtes Angebot sehen. Wenn man dort vom Nähfaden bis zum Rasenmäher alles kaufen kann, handelt es sich mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht um einen ausgewiesenen Brunnenpumpen Fachmann.

Der maximale Druck von Brunnenpumpen

Auch bei den Angaben zum maximalen Druck handelt es sich wie bei der maximalen Fördermenge ebenfalls um einen theoretischen Wert, der nur direkt am Pumpenausgang erreicht wird.

Am ersten Wasserhahn oben 1 Meter über dem Boden hat er schon um 0,1 bar pro Meter, das heißt um 1,1 bar abgenommen. Für Leitungs und Reibungsverluste, Winkel, Kurven und die Querschnittsverengung gehen nochmals ca. 25 % von 1,1 bar drauf.

Der maximal erreichbare Druck ist auch nur der sogenannte statische Druck, am geschlossenen Hahn gemessen.

Sobald der Hahn geöffnet wird, sinkt der bisher statische Druck rapide auf den sogennnten Fließdruck ab. Je mehr Wasser durch die Öffnung abläuft (Volumenstrom) desto weiter sinkt der Fließdruck ab. Beim Verbraucher, dem Regner oder Sprüher angelangt beträgt er vielleicht nur noch  2 bar.

Bei der eng gestellten Spritzdüse des Schlauches, die ja weniger Wasser über eine große Wurfweite freisetzt und die Auslauföffnung stark verengt ist, steigt der Fließdruck dagegen wieder an und hat beim vollständigen Schließen der Düse wieder fast den statischen Druck, minus Höhenabzug Tiefbrunnenpumpe-Erdoberfläche = 1,1 bar + 25 % also minus  ca.1,4 bar erreicht.

Zusammengefaßt bedeutet das also dass eine Tiefbrunnenpumpe mit max Druck 6,5 bar noch einen statischen Druck von 5,1 bar erreichen kann. Sobald ein Verbraucher geöffnet wird, sinkt der Statische Druck auf nur noch ca. 2,5 bar Fließdruck. Normale Regner verbrauchen nach Faustformel ca. 600 l Wasser bei einem Fließdruck ab 1,8 bar.

Die maximale Förderhöhe einer Brunnenpumpe ergibt sich aus dem Maxikmaldruck, bzw. entspricht diesem genau. Deshalb hat eine Pumpe mit 6,5 bar Maximaldruck eine maximale Förderhöhe von 65 Meter.

Die Fördermenge kann dann aus der Pumpenkennlinie abgelesen werden.

Angaben und Bezeichnungen in Produktbeschreibungen und Datenblättern von Brunnenpumpen und ihre Bedeutung.

Pumpenstufen:

Der hydraulische Wasserdruck in einer Brunnenpumpe wird in den Pumpenstufen erzeugt. Eine Pumpenstufe besteht aus dem Pumpenrad und dem Pumpengehäuse, dem Diffusor.

Das einströmende Wasser wird von dem direkt auf der Motorwelle sitzenden Pumpenrad mit seinen Schaufeln durch die schnelle Umdrehung nach außen geschleudert und durch die Kanäle des Diffusors schräg nach oben gedrückt.

Bei einstufigen Brunnenpumpen muss der gesamte Druck durch diese eine Stufe erzeugt werden.

Bei mehrstufigen Pumpen wird das beschleunigte Wasser an die nächste Pumpenstufe weitergegeben. In einer 4 Zoll Pumpe wird bei ca. 2800 U/min pro Pumpenstufe eine Druckerhöhung um 0,6 bar erreicht.

Bei einer 3 Zoll Pumpe beträgt die Druckerhöhung dann nur noch 0,3 bar.

Es gibt Tiefbrunnenpumpe in der oberen Preisregion ab 600 Euro mit bis zu 37 Pumpenstufen. Das Konstruktionsprinzip einer 37 Stufen Pumpe ist natürlich wesentlich aufwändiger und auch teurer als das einer einstufigen Pumpe. Von daher ist die Anzahl der Pumpenstufen nicht nur ein Konstruktions-, sondern auch ein Qualitäts- und Preismerkmal. Siehe hier bei Lotze Wassertechnik

Tiefbrunnenpumpen mit nur einem Stufenrad aus Messing sind oft in der unteren Preisklasse bis 200 Euro anzutreffen.

In letzter Zeit werden die sehr stark beanspruchten Stufenteile vermehrt aus Noryl, einem hoch schlagzähen und widerstandsfähigen Kunststoff hergestellt. Die Angabe „Stufenräder aus Kunststoff“ ist daher auch ein Hinweis auf Hochwertigkeit und Langlebigkeit.

Die Drehzahl von Brunnenpumpen

Eine 4 Zoll Tiefbrunnenpumpe hat eine Drehzahl von ca 2800 U/min. Mit dieser Geschwindigkeit wird das Wasser nach außen gegen den Diffusor und durch dessen Kanäle schräg nach oben zur nächsten Pumpenstufe gedrückt. Mit dem Wasser natürlich auch die darin befindlichen Sandanteile, die dann regelrecht auf das Material geschossen werden. Dieser Beanspruchung muss das Material möglichst lange standhalten. Da gibt es dann natürlich auch Qualitätsunterschiede

Je nach Art des verwendeten Material gelingt das mehr oder weniger gut, was sich natürlich auf die Lebensdauer der Pumpe auswirkt.

Mit einer 3 Zoll Brunnenpumpe kann wegen des geringeren Durchmessers und Volumens der Pumpenstufen weniger Wasser mit geringerem Druck bewegt werden. Wie  bereits erwähnst beträgt die mögliche Druckerhöhung bei 3 Zoll Gehäusen lediglich 0,4 bar pro Pumpenstugfe, jedenfalls dann wenn die Pumpe mit derselben Drehzahl läuft.

Sie liefert also weniger Wasser und geringeren Druck.

Einige Hersteller, eher im hohen Preissegment, versuchen diesen Nachteil dadurch auszugleichen, dass der Motor der kleineren Pumpe fast mit 11.000 Umrehungen läuft. Dabei setzten Sie dann nur 4 Pumpenstufen und einen wesentlich stärkeren Motor (1,65 kw)  ein. (Grundfos)

Andere Hersteller arbeiten bei der kleineren Pumpe zwar mit der gleich niedrigen Drehzahl von 2800 U/min, setzen dafür aber dann bis zu 37 Pumpenstufen ein.

Die Fachleute streiten nun, welches die bessere Methode ist. Wenig Stufen hohe Drehzahl oder viele Stufen niedrige Drehzahl. Tatsache ist allerdings dass die Leistung der kleineren Pumpe, die der größen doch nicht  erreichen kann und bei guter Qualität oft auch vergleichsweise teuer ist.

So kostet die SQ 3-40 von Grundfos um die 700 Euro verfügt aber nur über die folgenden Leistungsdaten :Fördermenge: 3m³/hFörderhöhe: 42m = 4,2 bar,   Pumpendurchmesser: 76mm, 11.000 U/min,  4 Stufen und einen satten Strombedarf von 1650 Watt

Vergleicht man nun ihre Leistungsdaten mit denen der 4 Zoll  AJ4Plus 55/50 von TIP (Einstiegsklasse), für knapp 200 Euro kann man mit dieser Hochpreispumpe eben auch nur 3 Regner gleichzeitig bedienen. Natürlich hat die Profipumpe was Ausstattung, Qualität und Langlebigkeit anbelangt, vermutlich die Nase vorn.

Eine andere 3 Zoll Pumpe  liefert 3,6 m³ Förderstrom bei 10,4 bar, 2850 U/min, 37 Stufen und einem  sparsameren Motor mit 750 Watt für 650 Euro. Da wird es dann wohl für 4-5 Regner gleichzeitig reichen.

Zum Vergleich dazu eine solide 4 Zoll Brunnenpumpe aus dem gehobenen mittleren Preissegment, die T.I.P. 30175 Tiefbrunnenpumpe Edelstahl MSC 4/11 für 398 Euro liefert 5,5 m/³ Wasser bei 7 bar Maximaldruck und 2850 Umdrehungen und einem 1100 Watt Motor mit Sandsicherheit bis 100gr/m³. Das reicht gut für den gleichzeitigen Betrieb von 6 Regnern aus.

Eine Auswahl vernünftiger Tiefbrunnenpumpen – mittlere Preise

 

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Sandresistente Tiefbrunnenpumpen

 

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Daten und Fakten die für die Auswahl wichtig sind.

Stromanschluß : Klingt selbstverständlich ist aber wichtig. Gerade im eher professionellen hochpreisigen Bereich finden sich einige Pumpen mit Kraftstrom/Drehstrom Anschluß die man halt nicht für den normalen 220/250 Volt Haushaltsstrom brauchen kann.

Druchmesser des Pumpengehäuses : Genauso banal, 4 Z0ll Brunnenpumpe passt halt nicht in ein DN 80 Rohr.

Einbauposition : Nicht alle Tiefbrunnenpumpen kann man auch waagrecht einbauen.

Einbauort: Eine Tiefbrunnenpumpe kann nicht ohne weiteres in eine Zisterne eingebaut werden. Wenn die Tiefbrunnenpumpe in eine normale Zisterne oder einen Schachtbrunnen eingebaut werden soll braucht sie ein „Strömungsrohr“. Das ist ein Rohrstück mit dem Durchmesser eines 3 Zoll oder 4 Zoll Brunnenrohres. In diesem Strömungsrohr ist die Pumepe dann montiert. In dem großen Brunnenschacht würde das eingesaugte Wasser nicht schnell genug an Motor und Pumpenkörper vorbeiströmen, die Pumpe könnte deshalb überhitzen. Es gibt deshalb für diesen Zweck spezielle Zisternenpumpen oder in der Beschreibung der Tiefbrunnenpumpe wird explizit darauf hingewiesen, dass diese auch zisternengegeignet ist.

Schwimmende Stufenradlager: Sind ein Qualitätsmerkmal für Dichtigkeit und Haltbarkeit:

Anzahl der Stufenräder/Pumpenstufen: Qualitätsmerkmal je mehr desto besser und aufwändiger aber auch die Qualität von Lagern, Dichtungen und Stufenräder ist entscheidend. Polyamit oder Noryl sind Messinglaufrädern auf jeden Fall vorzuziehen.

Sanftanlaufschutz, Trockenlaufschutz, Überlastungsschutz Schutz gegen axiale Schubumkehr sind alles Vorzüge, die die Qualität einer Pumpe ausmachen. Selbstverständlich schlagen diese sich auch im Preis nieder.

Das Bohren eines eigenen Brunnens beschreibt „Brunnenbohren – Das Handbuch „sehr ausführlich und Schritt für Schritt .

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